Mittwoch, 18. April 2012

Südthailand - all inklusive Tsunami Alarm

Phuket
2.4.-4.4.



In Phuket bin ich am 2.4 von Hanoi mit Zwischenstopp in Bangkok gelandet. Erstmal schön ewig mein Hostel gesucht und diesselbe Strasse 4x abgelaufen bis ich's in der Strasse dahinter gefunden hab und dann vor verschlossener Türe am späten Abend stand! Zum Glück haben mich freundliche Thai's die hinterlegte Handynummer anrufen lassen um mir dann den Code für die Tür des Hostels nennen zu lassen...Am nächsten Tag ging's mit dem Bus zum Patong Beach, nur um zu sehen, das es dort wirklich nichts für mich ist...Obwohl ich extra lang gewartet habe um nach Südthailand zu kommen, waren doch noch viele Touristen unterwegs und dementstrechend voll waren auch die Hauptstrände. Die Strassen waren unglaublich voll gestopft mit Restaurants, Shops, riesigen Shoppingmalls und Bars mit oder ohne Ladyboys...alles was das Touristenherz braucht! Ich war froh mit dem letzten Bus nachmittags das Schauspiel (oder bevor es erst richtig losging) wieder in Richtung Phuket Town zu verlassen, obwohl die Stadt dafür recht ruhig war! Lustigerweise habe ich an einem Tag, zwei Langzeitreisende kennengelernt..eine Französin, die seit 8 Jahren die Welt bereist und einen älteren Deutschen, der seit 6 Jahren die Welt umsegelt...schade, da wäre ich gerne auf eine der Inseln mitgesegelt...

Khao Lak
4.4.-9.4.

Recht schnell bin ich dann weiter nördlich nach Khao Lak gefahren um meine Bekannten zu besuchen. Glücklicherweise durfte ich dann tatsächlich 2 Nächte in derem tollen Resort mit Thailand's größtem Pool verbringen...das war wirklich traumhaft für mich Backpacker!! Über das gigantische Frühstücksbuffett komme ich jetzt noch ins schwärmen! Bin auf jeden Fall sehr glücklich wieder jemanden aus der Heimat getroffen zu haben, das hat echt gut getan! 
Gespräche über den Tsunami kamen auch öfters auf, da hier  am 26.12.2004 auch sehr viel zerstört wurde und viele umgekommen sind...
Nachdem dem tollen Urlaub im Urlaub bin ich dann einen Tag auf die beeindruckenden Similian Islands mit einem Speedboot gefahren und habe neben den weißen Sandstränden und türkisblauem Meer einen 4 Meter breiten Manta Rochen beim Schnorcheln gesehen!!! Eine absolute Seltenheit! Sieht aus wie durch's Meer fliegend!


Similian Islands
14.4.




Dann ging es noch einen Tag in den Khao Sok Nationalpark, ein 160 Mio. Jahre altes Waldökosystem, welches sogar älter & reichhaltiger als das Amazonasbecken sein soll! Obwohl ich das Elefantenreiten bisher vermieden hab, blieb nur diese Tour zu buchen übrig...im Nachhinein war es dann doch ganz ok...erst als wir gegangen sind kam der Russenansturm auf die armen Elefanten. Wenigstens habe ich niemanden gesehen, der diese widerlichen Spitzhaken benutzt hat um die Elefanten zu züchtigen... ein ungewohntes, aber auch etwas beängstigendes Gefühl im Nacken des Riesen "Dodo" zu sitzen! Kurz danach hab ich im Van gemerkt, das ich zwischen zwei Zehen blute...Unser Guide meinte, mich hätte einen Blutegel erwischt...hmmm...Ansonsten war natürlich die übergrüne Landschaft umwerfend und beim Kayak fahren haben wir sogar eine Mangroven Schlange im Baum über uns erspäht...erst beim Mittagessen hab ich beim Nachbartisch mitbekommen, dass einem dabei so eine Schlange in den Schoß gefallen ist! Seitdem suche ich über mir die Bäume ab !!


Ko Phi Phi
11.4.-13.4


Hmmm, ja...wo soll ich bloß anfangen?!? Überschattet wurde mein Aufenthalt auf dieser schönen Insel mit der Tsunami Warnung am 11.4.12 um 16 Uhr Ortszeit... ich war gerade auf dem Weg mit der Fähre von Phuket und als wir nur noch wenige Meter vor Ko Phi Phi waren, hielt das Boot für längere Zeit an. Die ersten fingen an von einem Tsunami zu reden, als uns alle Boote vom Festland entgegen kamen. Langsam zogen die Passagiere Schwimmwesten an und andere haben es sich mit dem restliche Bier an Deck gemütlich gemacht... Eine Stunde später habe ich erst von dem Erdbeben vor Sumatra gehört, welches mit 8,7 auf der Richterskala höher war als letztes Jahr das schwere Beben in Japan. In der nächsten Stunde Warten habe ich versucht mich abzulenken, aber natürlich kamen immer wieder die Bilder des Tsunami Vorfälle in meinem Kopf vor, die ich erst eine Woche vorher auf Youtube angeschaut habe! Nach dem Sonnenuntergang hat sich das Boot in Richtung Hafen bewegt und uns wurde mitgeteilt, dass die Tsunami Warnung aufgehoben ist...Aber als wir in die kleine Stadt kamen, war alles dunkel, abgeschlossen und gespenstisch leer! Plötzlich kamen panische Franzosen an uns vorbeigerannt und schrien, die Welle erreicht uns in 30 Minuten! Naja, was macht man wohl wenn man sonst keine Neuigkeiten hat und kein Mensch zu sehen ist?! Nachdem ich meinen großen Rucksack auf irgendeinem Hoteldach abgeladen hatte (bis ich das wiedergefunden hatte!!), bin ich auch in Richtung der View Points gelaufen...die Stadt ist eh schon ein Labyrinth, aber dann noch im Dunkeln ohne Anhaltspunkte..pfff! Bin dann irgendeinen Hügel hochgekraxelt auf dem dann schon die halbe Insel versammelt sass! Fast zwei Stunden vergingen und man wußte noch immer nichts Sicheres! Aber nachdem unten die Musik wieder lief und mehr und mehr Leute nach unten gingen, habe ich es auch versucht und dann erfahren, dass es relativ sicher sei, da die Plattenverschiebung horizontal und nicht vertikal war..trotz allem fühlt man sich nach 7 Stunden Ungewissheit nicht völlig sicher und habe mir deshalb ein Zimmer etwas erhöht ausgesucht..konnte trotzdem nicht schlafen... 
Die Situation an sich war so unwirklich und extrem, dass ich schon gar nicht mehr glauben kann das ich das erlebt habe...verrückt aber, was man für Gefühle und Gedanken hat und wie unterschiedlich jeder darauf reagiert! Manche waren danach wirklich wieder am Feiern, als wäre nichts gewesen!  Andere haben unglaubliche Storys erzählt, von wegen Phuket sei zerstört worden?! Manche waren so in Panik, dass sie sogar ihre Wertsachen, Iphone und alles mögliche fallen lassen haben und losgerannt sind... 
Nun ja, das war also der erste Abend...ziemlich viele haben dann am nächsten Tag die Insel verlassen und da dachte ich mir, das nutze ich aus um Maya Beach zu besichtigen...dort wurde "The Beach" gedreht. War aber trotz allem gut gefüllt mit Touristen und Booten, aber der Strand ist herrlich weiß und schön von Palmen umsäumt! Habe mir den Film nochmal angeschaut und den einen und anderen Fehler gleich entdeckt. Der Viewpoint auf Ko Phi Phi war auch sehr genial...aber das ist auch schon alles was mir dort gut gefallen hat, ansonsten gab es nur extrem junge feierwütige Reisende, die schon vor Songkran, dem Thai New Year, kräftig mit Wasserpistolen um sich geschossen haben. Glücklicherweise habe ich mich dann entschieden am nächsten Tag weiter nach Krabi zu fahren und konnte dort das wirkliche Songkran erleben...


Sonnenuntergangsmotive von Ko Phi Phi Leh während der Tsunami Warnung

Krabi und Tonsai Beach
13.4-18.4


In Ao Nang, Krabi's größter Strand, angekommen bin ich gleich mal nass gemacht worden. Während der Fahrt allein schon, war es so toll den Thai's beim Feiern zuzusehen! Die sind mit ihren Pick-Up's durch die Strassen gefahren und hinten waren eine Tonne Wasser und ein Dutzend Leute drauf, die jeden nass gespritzt haben!! Hab dann schnell meine Sachen in einem Internetcafé in Sicherheit gebracht und bin raus in die Menge...nach 1 1/2 Sekunden war ich von oben bis unten klitschnass!! Das war ein Spaß!!! 
Nur Ao Nang selbst war mir wieder zu touristisch und bin am nächsten Tag mit kleinem Gepäck weiter zu dem anderen Strand, von dem ich nur von Hören uns Sagen wusste, dass er wirklich gut und abgelegen sein soll...nach 5 minütiger Bootsfahrt hat mich dann der Fahrer als Einzige an einem einsamen Strand rausgelassen...die ersten 10 Minuten dachte ich, ich bin bei Robinson Cruseo gelandet...da war nix zu sehen!! Einsamer Strand, aber 100 % ! Wollte es mir schon anders überlegen und ihm nachschreien er soll mich bitte wieder mitnehmen...hab's dann aber zum Glück gelassen....nach ein paar Minuten hab ich dann ein paar Hütten entdeckt, die Bars darstellen sollten und weiter hinten ein , zwei Menschen, die an den Felsen hochgeklettert sind. Nach und nach kamen dann gegen Mittag mehr Leute an den Strand und ich hab ein paar wahnsinnig guten Kletterern zuschauen können! Man konnte auch rüber zu dem bekannteren Railey Beach wandern, der auch wieder einen schönen weißen Sandstrand hatte...aber dafür gab es hier keine Kletterer...zu den Free Climbern bin ich gar nicht mehr gekommen, die waren nur per Boot zu erreichen und nachdem ich mir den kleinen Zeh etwas angeknackst hatte, ließ ich das mich eh nur entwürdigende Klettern mal lieber sein... Abends herrschte eine super entspannte Atmosphäre und später konnte ich angstfrei in meinem Holzbungalow inmitten des Dschungels mit dem fast 100 Dezibel lauten Zirpen der Grillen einschlafen! Diesen Strand werde ich in bester Erinnerung behalten, so etwas friedliches findet man sicher nur sehr schwer wieder! Liegt vielleicht daran, dass es tagsüber keinen Strom auf der Insel gibt!

Zu Krabi Town kann ich nur sagen, dass Essen war fantastisch...super leckere Spiesse mit verschiedenen Leckereien...ach ja, und nochmals Wurm und Grille probiert...ist hier mal wieder eine Spezialität!




Fazit:  Nach 2 1/2 Wochen Südthailand bin ich bestens auf Australien's deutsche Backpackermassen vorbereitet...hoffe ich...soviele Deutsche wie sich hier tummeln... bin wirklich froh, mich für die Andamanenküste entschieden zu haben...defintiv ein paar wunderschöne Stellen dabei!!! Die Ostküste reizt mich momentan überhaupt nicht, ich glaub ich hab'nen Strandkoller :)

Samstag, 31. März 2012

Hanoi ab 13.3

Hanoi
13.3. - 2.4.


Die Hauptstadt Vietnams ist im Vergleich zu Saigon noch "zahm"! Auch wenn es hier natürlich zahlreiche Mopedfahrer gibt! Oder es liegt daran , dass ich mich doch nach insgesamt zwei Monaten so langsam an das Verkehrschaos gewöhnt habe! Einfach loslaufen und darauf vertrauen das sie dich umfahren!! Auf jeden Fall war Hanoi eine Herausforderung für mich...trotz meiner, ohne jetzt zu übertreiben, überragenden Orientierung habe ich mich anfangs in den verschlungenen, kurvigen Strassen der Hauptstadt verlaufen..das war mal spannend :) 
Das erste Wochenende ging es nach Halong Bay und in der nächsten Woche nach Sapa von Hanoi aus. In Hanoi selbst gibt es nicht allzuviel zu besichtigen, deshalb war ich nur in dem Literature Museum, Frauenmuseum und dem Ho Chi Minh Mausoleum + Stelzenhaus.
Absolut empfehlenswert sind die vielen Strassenstände, am ersten Abend haben wir gleich in einer versteckten Gasse eine Reihe Barbecue Stände entdeckt, der Salz-Pfeffer-Chili-Limetten Dip hat perfekt dazu gepasst...das ist hier in Vietnam, v.a.in Hanoi so eine Sache...wenn man etwas sucht, muss man erstmal die richtige Strasse finden in der es von einer Sorte Laden zahlreiche entlang dieser einen Strasse gibt...


Literature Museum - 1070 zu Ehren von Confuzius erbaut - noch heute kommen die Studenten hierher um die Köpfe der vielen Schildkrötenskulpturen zu streicheln, sodass sie ihre Prüfungen erfolgreich abschliessen können

typische weiße vietnamesische Kleider



Mein erster Kochkurs war äußerst erfolgreich! Jetzt kann ich vietnamesische Frühlingsrollen und v.a. die süßen geschälten Tomatenrosen als Deko zubereiten!!



Für das marinierte Schweine- und Entenbarbecue  müßte ich nochmal im Rezept nachlesen...





Einen Tag haben wir ganz backpackerunfreundlich in einem Spa für 10 $ verbracht inklusive Dampfsauna, Kräuterbad, Jacuzzi und einstündiger Top-Massage und abschliessender Suppe und Tee...das war genial! Anfangs dachte ich nur, oh je...das wird was...als die vietnamesischen männlichen Gäste am Empfang wie kleine Jungs gekichert haben...nur gut, das hier großer Wert auf getrennte Räumlichkeiten gelegt wird! Abends ging es dann hoch hinaus auf die Rooftopbar eines Hotels mit europäischen Cocktailpreisen...hat sich aber für die tolle Aussicht gelohnt!!

Aussicht vom 13. Stockwerk des Pacific Palace

...mit unseren neuen Kleidchen aus Hoi An
riesiger Westlake, den wir zu 1/4 umrundet haben bis wir gemerkt haben, das wir um den falschen See laufen...


Kinder im Botanischen Park, die sich abwechselnd massieren

eine, von unzähligen, Hochzeitsfotosession - u.a. eine mitten auf der lebhaftesten Strasse in Hanoi

Ho Chi Minh Mausoleum - Einlassprozedere ähnlich wie in einem Terminal. Vor dem präparierten
 Ho Chi Minh stehen bleiben gibt es nicht - dafür sind die bewaffneten Wachen da um einen weiter zu schubsen!

zu dritt auf dem Moped - völlig normal - da passen ja sogar 5-6 Vietnamesen auf eins - Kleinkinder werden vorne abgestellt - Helme gibt es nur in Erwachsenengröße


Fazit: Ich war jetzt eindeutig zu lange in Hanoi, weil ich nicht mehr weiß was hier noch zu besichtigen oder zu tun ist ... Die Stadt an sich hat mir auf jeden Fall besser gefallen als das chaotische Saigon! 

Ein paar individuelle Eindrücke noch zum Schluss nach 2 Monaten Vietnam oder 4 Monaten Asien bisher:

- bei den asiatischen Männern gilt es als attraktiv je länger ein schwarzes Haar aus einem Leberfleck im Gesicht oder wo auch immer wächst
- Männer haben lange Fingernägel wenn sie keiner körperlich anstrengenden Arbeit nachgehen
- seit einem Monat benutze ich Whitening Gesichtscreme...weil es keine Creme ohne Whitening zu kaufen gibt - merke aber keinen Unterschied
- v.a. die Frauen in Asien verhüllen sich um keinen Strahl Sonne abzubekommen damit sie nicht braun werden, d.h.bei den heißesten Temperaturen fahren sie auf dem Moped mit Mundschutz, langen Hosen und langen Ärmeln + Socken + Handschuhen!!!
- 90 % der Frauen auf dem Moped tragen Killer High-Heels
-ich habe das Gefühl das die Locals immer und jederzeit beim Essen sind - das ist unfair!
-selbst mit dem schickesten Fummel sitzen die Vietnamesinnen auf den winzigen Plastikhöckerchen am Strassenrand und essen das vielfältig angebotene Street Food
-man hat hier erfolgreich Englisch abgeschlossen wenn man einen Satz sagen kann, wie: "Hello, where are you from?"
-dementsprechend kriegt man als Tourist nicht immer das worum man gebeten hat ( ich habe Coconut Cream bestellt und Erdnüsse stattdessen bekommen..) oder als Antwort: "finischt, klost, not wokk"
-man nimmt Fliegen im Tee als selbstverständlich hin, obwohl der schon zum 2.mal ausgetauscht wurde
-man denkt nicht mehr darüber nach, wenn sich der Strassenverkäufer vorher die Finger abgeleckt hat, dein Geld wechselt und mit den blossen Händen dein Banh Mi (belegtes Brötchen) belegt
-je länger ich unterwegs bin, desto mehr will ich essenstechnisch ausprobieren...leider sind bisher nur (meines Wissens) eine Made und eine Heuschrecke in meinem Magen gelandet...
-hab ich schon erwähnt ...  i  L O V E  sticky rice (ich muss mir unbedingt ein Shirt davon machen lassen... )

Freitag, 30. März 2012

Sapa

Sapa
26.-30.3.12

 


Sonntag abends ging es mit dem Sleeping Bus von Hanoi in Richtung Sapa...Morgens um 4:30 Uhr stoppte der Bus in Lao Cai (Grenzübergang nach China) und nachdem wir noch bis um 6 Uhr dösen konnten, erfuhren wir das es von hier aus mit dem Minivan weiter nach Sapa geht...Nicht ohne Grund bei der kurvigen Strasse entlang der bergigen atemberaubenden unendlichenen Reislandschaft. In Sapa wurden wir gleich mit regnerischem kalten Wetter begrüßt. Verständlich das man sich da nur schnell eine warme Suppe auf dem Markt holt und gleich in die mit Heizdecken erwärmten Betten schlüpft...Heizungen gibt es nur am Rande erwähnt natürlich nicht und die Kaminfeuer sind eher nur zur Zierde da...Am nächsten Tag hatten wir mehr Glück und konnten in das Cat Cat Village hinunterlaufen, wobei wir hier ebenfalls von zahlreichen Stammesfrauen angesprochen wurden ob wir nicht eine Tour mit ihnen machen möchten oder etwas von ihnen kaufen wollen...Leider funktioniert deren Verkaufstechnik so, dass sie den Touristen KILOMETER weit VERfolgen...ein nettes "no, thank you" hilft da nicht weiter! 
Jedenfalls war es sonnig genug das wir die tolle Landschaft bewundern konnten...


Sapa
Cat Cat Tal und Dorf


die typische bunte traditionelle Kleidung der Local Frauen  unterscheidet sich in den verschieden Stämmen




kleiner Snack zwischendurch - etwas zu mehlig für meinen Geschmack


 Am dritten Tag gingen wir den nebligen Weg in Richtung Lao Cai entlang und kamen nach 3-4 km in einem wunderschönen, touristenleeren Tal an. Ein paar Kinder haben uns einen Teil des Weges begleitet und begeistert mit unseren Kameras gespielt...




Am vierten Tag habe ich mich dann morgens einer Gruppe angeschlossen und zwei der Local Frauen haben sich dann gleich an meine Fersen geheftet...ob ich einen Homestay bei einer der Familien zuhause machen würde, wollte ich dann vorort entscheiden! Nebelig, wie immer, konnte man die Aussicht anfangs leider nicht ganz geniessen, aber als wir dann in das Tal hinuntergekraxelt sind, hat sich der Nebel aufgelöst und gab die Sicht auf weitere zahlreiche Reisterassen frei...allein deswegen lohnt sich wirklich der Trip nach Sapa!!

Aussicht auf die kleinen Dörfer, u.a. Ta Van


meine zwei kleinen Guides





immer mit Baby unterwegs


der letzte Anstieg kurz vor dem Haus, das sich zwei Familien teilen

Li's Zuhause...

...umgeben von Reisterassen

Li beim Kochen - natürlich mit Baby - es gab leckeres Tofu mit Reis/Nudeln und Tomaten
aufgestellt wird der große Topf zum erwärmen des Waschwassers benutzt....hab aber keinen im Einsatz gesehen

über einstündiger Marsch die 12 Kilometer auf der extrem nebligen Strasse zurück nach Sapa (ein freundlicher Local hat mich 3km als "Verschnaufspause" mitgenommen)...somit habe ich mich gegen die Übernachtung entschieden- es war mir eindeutig zu kalt um auf einer Strohmatte zu schlafen! Leider muss ich zugeben, dass selbst mich der hygienische Aspekt etwas abgeschreckt hat und dafür 20 Dollar zu zahlen, wobei ich für 4 $ mein eigenes Zimmer mit warmer Heizdecke in Sapa hatte, waren dann doch zu verdrehte Umstände...


Fazit: Lohnt sich ein Ausflug nach Sapa?! Ja, wenn das Wetter mitmacht lässt es sich 2-3 Tage zum Wandern gut aushalten...die Locals sind zwar extrem hinter einem her um ihre Waren und Touren zu verkaufen, doch auch gerne für ein Schwätzchen zu haben ob man denn schon verheiratet ist und Kinder hat!! (Hier wird üblicherweise mit 15 Jahren geheiratet).