Dienstag, 13. November 2012

Südinsel - Part 2

Südinsel Neuseelands
Marlborough Sounds, Abel Tasman, Nelson, Pancake Rocks, Glaciers at the Westcoast, Queenstown, Milford Sound, Catlins, Dunedin, Mouraki Boulders, Oamaru, Lake Tekapo, Akaroa, Christchurch
   

11.9.-24.9.12

Datei:Tory Channel Marlborough Sounds.jpg
Die Sounds entsanden durch Erdbewegungen,die den Boden im ganzen Gebiet langsam absenkten und das Wasser somit in die tief gelegenen Täler eindringen konnte. Heute ragen nur noch die höheren Erhebungen aus dem Meer. Die Maori Mythologie erklärt die Entstehung der Halbinseln auf bildlichere Weise:
So soll der sagenumwobene polynesische Entdecker Neuseelands,Kupe, einst gegen einen riesigen Oktopus gekämpft haben. Dabei soll er seine Hand in Richtung Südinsel gestreckt haben, damit diese ihn unterstütze. Seine Finger hinterließen tiefe Furchen in der Erde, die sich mit Wasser füllten und heute die Meeresarme bilden.


Nach 3 1/2 Stunden Fährfahrt von Neuseelands Hauptstadt Wellington kamen wir mit spektakulärer Sicht auf die Marlborough Sounds in Picton an und sind nach kurzer Unentschlossenheit doch in Richtung Nelson entlang des wunderschönen Queen Charlotte Drive, einem der Meeresarme der Marlborough Sounds, gefahren.



"Split Apple Rock"

einsame traumhaft schöne Strände



Abel Tasman Nationalpark - atemberaubende Landschaft während unseres 12 km langen Marsches entlang des abwechslungreichen Nationalpark...erst einmal sah aus wie im tiefsten asiatischen Regenwald und bei der nächsten Abbiegung standen wir im Schwarzwald ! Neuseeland leider unter einer Opposumplage und lässt die kleinen Kerle jagen, wir waren erstaunt wie scheulos das obige Oppsoum war!
Sonnenaufgang Abel Tasman





Auf dem Weg vom Abel Tasman Nationalpark über das schöne Nelson ging es direkt an die Westküste der Südinsel. Dort sind wir nach einem Zwischenstopp im verschlafenen Greymouth an den Pancake Rocks angekommen, aufeinandergestapelte Kalksteinformationen, deren Entstehung noch immer teils unklar ist. Durch die Kraft der Gezeiten pressen sich die Wassermassen durch enge Gesteinspassagen und produzieren beeindruckende "Blowholes", gigantische Wasserfontänen!
Pancake Rocks und Blowholes - Westküste
hatten dort eine bitterkalte, aber sternenklare Nacht beim wildcampen direkt am Meer






Roadtrip entlang der Westküste - o.l. Franz Josef Gletscher
Fox Glacier 1/2 day walk im ewigen Eis

spektakulärer Flug von Queenstown zum Milford Sound mit Sicht auf Te Anau, einen der größten Wasserfälle der Welt und spiegelnden türkis -blaue Seen



Highlight "Mitre Peak" im Milford Sound, außerdem Delfine, Seerobben und gigantische Wasserfälle um uns herum

einmalig schöne Landschaft ... tausend Dank Mum das du das unbedingt machen wolltest (trotz deiner Angst) und uns das ermöglicht hast...war eines der besten Dinge in meinem Leben!
Der Flug war doch gar nicht so schlimm am Ende..bis auf die paar Turbulenzen..hehe

Queenstown - Party - und Wintersportstadt - Erfindung des Bungee Jumps 1988 - das hab ich getrost weggelassen..ein Fallschirmsprung reicht meinen Bandscheiben ein Leben lang!


on the road...von Queenstown weiter in Richtung Süden zu den Catlins

Catlins - südlichster Zipfel der Südinsel. Dort haben wir die seltenen Hohira Pinguine gesehen am Fossil Forest Strand, Nugget Point besucht und o.l. die beeindruckenden Mac Lean Wasserfälle!

Dunedin - die schönste Stadt Neuseelands - definitiv!
Die Gebäude waren meist aus schwarzem Vulkanstein und weißem Kalkstein, toller Kontrast! Glücklicherweise haben wir mit dem Milford Flug soviel Zeit gespart, dass wir noch die südliche Runde über die Catlins, Dunedin und sogar in's Landesinnere fahren konnten!


steilste Straße weltweit laut dem Guinnes Book, in Dunedin, Baldwin Street
  
Oamaru - kleiner Zwischenstopp in dem süßen kleinen Städtchen das fast nur aus den schönen weißen Kalksteingebäuden besteht            

Mouraki Boulders  - Gesteinsblasen - entlang der Ostküste



 
 
Lake Tekapo - haben uns eine schöne Entspannung in den heißen Quellen gegönnt - das war das Highlight von dem ewig weiten Trip ins Inland um eigentlich den höchsten Berg Mt.Cook/ Aoraki zu sehen, der sich wie üblich hinter Wolken versteckte und außerdem eine Sicht auf den sternenklaren Himmel zu bekommen, welcher leider auch bewölkt war - aber die Quellen waren eine angenehme Entschädigung...
schneebedeckte überall um uns herum am Lake Tekapo

Nach einer ewigen Fahrerei kamen wir endlich Richtung Christchurch und glücklicherweise hat Anne das süße Städtchen Akaroa noch als Zwischenziel vorgeschlagen! Währenddessen meinte sie auf einmal, dass unser Camper auf einmal so wacklig auf der Strasse sei und sie schwer lenken konnte...ich meinte nur, das wird der Strassenbelag sein und nach einigen Minuten war es dann auch wieder ok... zwei Stunden später höre ich im Radio etwas von einem Erdbeben ohne größere Schäden in Christchurch, welches kilometerweit noch außerhalb zu spüren war..was für ein Timing mal wieder!
 
Die steilen Serpentinenstrassen in den Vulkanhügeln boten uns eine tolle Aussicht auf die erste und einzige französische Siedlung, inmitten dieser idyllischen Bucht! 
 





süßes französisch angehauchtes Akaroa, süd-östlich von Christchurch



Spuren des Erdbeben, welches am 22.2.11  Christchurch zerstörte - gespenstische und unangenehme Atmosphäre- v.a. das Center der Innenstadt, das größtenteils aus eingestürzten Häusern, Kränen und aufgerissenen Strassen bestand

 
glücklicherweise noch den letzten Tag unserer Reise einen wunderschönen Tag gehabt mit tollen Schokoladenkreationen im 'SheChocolate' Café und einer unglaublichen Aussicht von einem Vulkankrater am Kiwi Signal geboten bekommen! Oben angekommen habe ich unter einem Stein einen Brief von einem biblischen Fanatiker entdeckt, der alle bisherigen Erdbeben nachweist und die Schuld den Menschen gibt - da wir Homosexualität, Abtreibung und sonstigen unchristlichen Schabernack dulden ?!?!?!?!?!?
 
 
Fazit: Neuseeland ist soweit landschaftlich das schönste Land das ich je besucht habe! Ich kann wirklich jedem nur raten dieses spektakuläre Land, das soviel faszinierendes innerhalb einer relativ kleinen Landmasse zu bieten hat, zu besuchen und sich Zeit zu lassen!!! Jedes Mal komme ich wieder ins Schwärmen wenn ich darüber rede oder daran denke...allein die wahnsinnig schönen sternenklaren Nächte, die einsamen endloseweiten Strände, liebevolle Menschen und beeindruckende Maori Schnitzkunst und deren Geschichte lassen mich nicht mehr los!